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Dell Precision 5540: Workstation-Flunder, reloaded

Vier Jahre ist es her, dass ich die Dell Precision 5510 zum Testen hier hatte. Nun bekam ich sozusagen den Urenkel Dell Precision 5540 ins Haus. Nach wie vor ist die Ultrabook-Hülle dieselbe, die Aussagen über das Äußere gelten also nach wie vor. Viel getan hat sich dagegen bei den „inneren Werten“: Die Dell Precision 5540 basiert auf Intel Core- und Xeon-Prozessoren der 9. Generation mit bis zu 8 Kernen.

Dell Precision 5540
Die Dell Precision 5540 wartet mit 8-Kern-Prozessor, Nvidia T2000-Grafik und OLED-Display auf (Alle Bilder: Dell).

Über das Gehäuse der 5540 habe ich im 5510-Test ausführlich geschrieben, die Aussagen zu Größe, Schnittstellenausstattung, Tastatur und Touchpad gelten auch für die vierte Generation. Auch das schön flache Netzteil ist wieder enthalten, ebenso der Thunderbolt-zu-Ethernet-Adapter. Ich möchte deshalb nur die Highlights wiederholen.

Das Gehäuse der Precision 5540 ist nach wie vor schlank, elegant und doch robust. Die Alu-Schalen schützen das Innenleben vor Beschädigung und geben dem flachen Ultrabook eine noch flachere Anmutung. Das Gehäuse fällt zum Betrachter hin ab und die untere Schale ist am Rand nach oben gezogen, so dass bei zugeklapptem Gerät ein optisch über dem Tisch schwebendes, extrem dünnes und flaches Gerät vor einem steht.

Der gute Eindruck setzt sich nach dem Aufklappen fort, auch bei diesem Modell ist der gesamte Innendeckel mit Gorillaglas belegt, das eigentliche Display reicht seitlich und oben bis sechs Millimeter an die Außenkante heran. Im Testberät ist ein 15.6 Zoll großes Ultrasharp-OLED-Display mit der UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln verbaut, in diesem Fall ohne Touchfunktion. OLED-typisch ist Schwarz wirklich schwarz, was sich beim Booten eindrucksvoll zeigt. Wo bei anderen Displays ein merkliches Dunkelgrau rund um das Dell-Logoi gezeigt wird, leuchtet hier das weiße Herstellerlogo geradezu schmerzlich hell aus einer schwarzen Displayfläche, die sich gegenüber dem  ausgeschalteten Zustand nicht verändert hat.

Schwarz ist schwarz, bunt ist bunt – Das OLED-Display der 5540 bietet ein tolles Bild.

Ist der Rechner hochgefahren, zeigen sich satte, strahlende Farben. Zwar haben die Kollegen von Notebookcheck das Display relativ dunkel gemessen, meinem subjektiven Eindruck entspricht das Messergebnis nicht – ich habe allerdings den Test im Freien nicht gemacht.

Notebookcheck dürfte dasselbe Testgerät der Precision 5540  gehabt haben, das ich vorliegen hatte, zumindest ist die Ausstattung identisch und damit auch die Messergebnisse. Im Cinebench-Dauertest bremste das Kühlkonzept den Prozessor Core i9-9980HK mit 8 Kernen, der bis zu 5 GHz erreichen kann, mit der Zeit bis zu 15 Prozent herunter. Das dürfte im CAD-Einsatz, in dem selten die gesamte Leistung abgerufen wird, weniger ins Gewicht fallen. Bei Simulationsrechnungen und Renderings, die alle acht Kerne auslasten, kann der Bremseffekt jedoch ebenfalls zuschlagen.

Die Precision 5540 ist auch bei voller Leistung angenehm leise

Um richtig zeigen zu können, was der Prozessor, 32GByte schnelles RAM und die eingebaute Nvidia Quadro T2000 wirklich leisten, sollte man einen CAD-lastigen Benchmark wie den SPECviewperf 13 bemühen, der diverse CAD-Systeme von NX über Creo bis SolidWorks simuliert. Hier hängt die 5540 die Vorgängerworkstation 5530 sichtbar ab, wobei bei meinen Ergebnissen die Auflösung zu hoch war, sie könnten noch etwas höher sein. Ich habe die Resultate der 5530 von der SPEC-Website zum Vergleich in die Tabelle integriert.

Das nach unten eingezogene Gehäuse lässt die mobile Worstation optisch über dem Tisch schweben.

Die Testergebnisse und der Test insgesamt zeigen, dass es sich bei der Dell Precision 5540 um eine extrem flotte mobile Workstation handelt. Thunderbolt ermöglicht den Anschluss vieler Peripheriegeräte und mehrerer Monitore, so dass das Gerät auch auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht.

Mit ihrem eleganten und gleichzeitig robusten Äußeren, der leistungsstarken Rechnerausstattung und dem farbenfrohen Display bietet sie ein optimales Paket für den CAD-Anwender, der regelmäßig auch mit Visualisierung arbeitet, beispielsweise mit Keyshot. Dell hatte bei der Precision 5510 den Werbespruch: „15,6-Zoll-Workstation im 14-Zoll-Gehäuse.“ Ich füge für die Precision 5540 hinzu „… und mit Desktop-Workstation-Leistung“.

 

Ergebnisse der Dell Precision 5540 im SPECviewperf 13

Viewset Composite Score 5540 Ergebnisse 5530 (Quelle SPEC-Website) Window
3dsmax-06 93.17 71,91 1900 x 1060
catia-05 128.29 99,74 1900 x 1060
creo-02 108.89 78,86 1900 x 1060
energy-02 14.69 5,1 1900 x 1060
maya-05 106.43 86,61 1900 x 1060
medical-02 41.35 17,74 1900 x 1060
showcase-02 37.36 29,17 1900 x 1060
snx-03 142.18 115,48 1900 x 1060
sw-04 96.25 95,02 1900 x 1060

 

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