Menu Close

3D Systems: Ausstieg aus dem Consumermarkt

Der 3D-Druckerhersteller 3D Systems will sich in Zukunft auf seine Angebote für „professionelle und Industrieanwendungen“ konzentrieren und stellt deshalb sowohl die Produktion des Cube-Druckers als auch die Cubify.com-Plattform ein. Noch auf Lager liegende Drucker werden abverkauft, die Webplattform zum 31. Januar geschlossen. Damit ist nach Stratasys, die sich schon vor einer Weile mit der Neuorientierung von Makerbot auf Einstiegsanwender aus der Industrie und Bildungseinrichtungen konzentrierten, auch der andere große Spieler aus dem unteren Preissegment ausgestiegen.

Ende für die Consumergeräte: 3D Systems wendet sich vom Consumermarkt ab (Alle Bilder: 3D Systems).
Ende für die Consumergeräte: 3D Systems wendet sich vom Consumermarkt ab (Alle Bilder: 3D Systems).

Der Markt für 3D-Drucker bis etwa 2.000 Euro ist von chinesischen Herstellern dominiert, Nachbauten von Open Source-Geräten oder Makerbot-Clones sind inzwischen um die 300 Euro zu kaufen. In diesem Marktumfeld können sich einige Firmen wie German RepRap oder Ultimaker halten, deren Geräte jedoch erst bei ca. 1.300 Euro beginnen. Für einen großen Hersteller mit dem entsprechenden Overhead, der den Anspruch hat, Geräte für Profis zu bauen, ist unter 1.000 Euro nichts mehr zu holen.

3D Systems vertreibt Druckmaterial über Webshop

Entsprechend hat 3D Systems die Konsequenzen gezogen und die Produktion des um die 1.000 Euro angebotenen Cube eingestellt. Das Material für den Cube – der spezielle Kassetten benötigt – wird weiterhin über die 3D-Systems-Website verkauft. Die Consumerplattform Cubify.com, die 3D Systems bisher für den Consumermarkt betrieben hatte, wird zum Monatsende geschlossen, und damit auch der Vertrieb 3D-gedruckter Produkte wie Handyhüllen oder Schmuck.

Wie unwichtig dieses Geschäft für 3D Systems geworden ist, zeigt sich unter anderem an dem erwarteten Einfluss des Strategiewechsels auf den Umsatz, der unter zwei Prozent liegen soll. Es werden Kosten für den Strategiewechsel zwischen 19 und 25 Mio. Dollar erwartet.

Der Cube Pro, den ich auch schon getestet habe, wird weiterhin im Programm bleiben. Er wird als Gerät für „Desktop Engineering, Bildungs- und professionelle Einsatzgebiete“ positioniert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.