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Heft-Preview: Tarox-Workstation

Hardwaretests mache ich sehr gerne, einfach weil ich Computerhardware faszinierend finde. Schon im Studium habe ich mir meinen Lebensunterhalt zum Teil mit dem Zusammenbau von Rechnern verdient, da ging es allerdings noch um 386er Arbeitsplätze und 486er Server, auf denen Novell Netware lief. Ich war immer sehr gespannt auf das erste Hochfahren und genoss das schöne Gefühl, etwas zusammengebaut zu haben, das dann auch funktioniert. Dabei lernt man Einiges und ich habe in meinem Leben keinen Rechner besessen (Laptops und meinen ersten Rechner, einen IBM XT, ausgenommen), den ich nicht in Komponenten gekauft und selbst zusammengebaut habe. Aber so schön wie die Tarox-Workstation, die ich eben für Ausgabe 2 der :K CAD CAM getestet habe, habe ich es selbst nie hinbekommen.

Schon von außen schön: Die Tarox M9170CP
Schon von außen schön:
Die Tarox M9170CP

Mein Ehrgeiz ist es schon immer, die Systeme sauber aufzubauen und beispielsweise die Kabel so zu verlegen, dass sie nicht im Gehäuse herumhängen. Ich wollte auch immer ohne die „bösen Tricks“ auskommen – früher klebte man beispielsweise Steckkarten gerne mit Heißkleber in den Slot, was einen Umbau sehr gefährlich machte. Im schlimmsten Fall zog man mit dem Heißkleber irgendwelche Bausteine vom Motherboard. Kabelbinder, um die Kabel zusammenzufassen und an der Struktur im Gehäuse zu befestigen, sind dagegen erlaubt – die kann man ja auch wieder wegschneiden.

Was ich aber (bei einem herkömmlich aufgebauten Rechner, wir nehmen hier mal Spezialfälle wie die HP Z-Serie aus) noch nicht gesehen habe, ist die „Unterflur-Verlegung“ im Tarox-Gehäuse. Sämtliche Kabel werden unter die Motherboard-Ebene auf die rechte Seite des Gehäuses geführt und tauchen dort wieder auf, wo sie benötigt werden. Im Fall der Festplatten gar nicht mehr, da diese quer und mit den Anschlüssen nach „unten“ verbaut sind.

Ein sauber aufgebautes Innenleben ist die Grundvoraussetzung für einen leisen Rechner – je mehr im Weg hängt, desto stärker müssen die Lüfter die Luft durch das Gehäuse drücken. Das Entgraten von Kanten, vor allem von gestanzten Gittern, verhindert Luftgeräusche und Pfeifen. Und wenn alle Lüfter in die selbe Richtung blasen, steht dem Flüsterrechner wenig im Weg.

...und innen genau so schön :-)
…und innen genau so schön :-)

Tarox hat all diese Tricks, die ich aus der Praxis kenne, hervorragend umgesetzt. Und der Rechner ist tatsächlich fast unhörbar und wurde auch im Härtetest mit Keyshot nixcht lauter. Keyshot lastet alle Prozessorkerne voll aus und bringt manchen Rechner ins Schwitzen – was zu losröhrenden Lüftern führt. Kompliment an Tarox. Den kompletten Test finden Sie in der Printausgabe 2/2013, die am 03. April erscheint.

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