SolidThinking Units: Neues Lizenzmodell für simulation driven Design

Die SolidThinking Units (sTU) treten neben die HyperWorks Units (HWU): Schon seit dem Jahr 1999 vertreibt Altair seine Simulationslösung HyperWorks in einem Lizenzmodell namens HyperWorks Units. Dieses Modell ermöglicht es den Kunden, das gesamte Portfolio von HyperWorks-Lösungen, aber auch die Partnerlösungen der Altair Partner Alliance zu nutzen – je nachdem, was der einzelne User aktuell benötigt. Nun überträgt Altair dieses Lizenzmodell auf seine SolidThinking-Suite für das simulationsbasierte Design.

SolidThinking Units (sTU) Lizenzmodell

Das SolidThinking Units (sTU) Lizenzmodell ermöglicht die flexible Nutzung eines breiten Portfolios (alle Bilder: Altair).

Das patentierte Unit-System funktioniert kurz gesagt so, dass ein Unternehmen eine bestimmte Anzahl Units mietet, diese sind jeweils ein Jahr gültig. Diese Unit-Anzahl kann dann von den Anwendern genutzt werden, um das gesamte HyperWorks- beziehungsweise SolidThinking-Portfolio zu nutzen. Jedes Modul innerhalb eines der beiden Unit-Modelle „belegt“ eine bestimmte Anzahl von Units. Anwender können so lange weitere Module nutzen, bis alle Units belegt sind. Schließt ein Anwender eine Software, werden die Units sofort freigegeben und können von einem anderen Nutzer belegt werden.

Eine Besonderheit von Altairs Unit-Konzept ist das sogenannte Leveling. Damit wird der individuelle Unit-Bedarf eines Anwenders nicht – wie sonst üblich – Anwendung um Anwendung aufaddiert, sondern lediglich das höchstwertige Produkt bestimmt die Menge an Units, die pro Anwender gezogen werden.

Hat ein Unternehmen beispielsweise 60 Units gemietet, können beliebig viele Produkte gleichzeitig gestartet werden, solange die Summe der Units aller Nutzer nicht 60 übersteigt. Die Menge an Units die jeder einzelne Nutzer zur Gesamtsumme zusteuert bestimmt sich jedoch nicht aus der Summe aller gestarteten Produkte an einem Arbeitsplatz, sondern lediglich aus dem Unit-Draw des höchstwertigen Produktes.

Hat ein Unternehmen also 60 Units gemietet und drei Anwender nutzen Inspires Lineare Solver parallel, sind 45 Units belegt, denn jede dieser Instanzen zieht 15 Units. Besteht nun der Bedarf z.B. an einer Fertigungssimulation zur Bewertung der Herstellbarkeit kann ein Anwender parallel Inspire Cast öffnen. Dieses zieht 30 Units, erhöht nun aber nicht den Bedarf des Anwenders auf 30+15 Units sondern es werden lediglich 30 Units gezogen. Somit sind dann die 60 Units ausgeschöpft.

SolidThinking Units: Flexibles neues Lizenzmodell

Der Vorteil dieses Systems: Man muss nicht bestimmte Module gezielt kaufen, sondern hat die gesamte Programmpalette im Zugriff. Die Units können gezielt von einem oder mehreren Anwendern genutzt werden und stehen nach Beenden eines Moduls sofort wieder den Kollegen zur Verfügung. Zum Beispiel haben Kunden mit einem Einzelplatz für Altair Inspire jetzt die Möglichkeit, auf neun verschiedene Anwendungen, die über solidThinking verfügbar sind, zuzugreifen.

SolidThinking Units (sTU) sind preiswerter als die HyperWorks-Pendants, dafür sind sie auf das SolidThinking-Portfolio beschränkt. Andersherum sind die SolidThinking-Anwendungen im Portfolio der HyperWorks-Units (HWU) enthalten.

Die sTU Lizenzierung bietet die Flexibilität, die solidThinking Software Anwendungen lokal oder in der Cloud mit Zugriff von überall und zu jeder Zeit einzusetzen. Dieses Modell senkt die Zugriffsschranken für Unternehmen mit limitierten IT und Berechnungsressourcen und stärkt so ihre Möglichkeiten für simulationsgetriebenes Design. Allen simulationserfahrenen Unternehmen ermöglicht das neue Lizenzmodell, ihre Ressourcen einfach und kosteneffizient zu skalieren, um einen höheren Simulationsbedarf abzudecken.

Je nach Umfang sind die Module der SolidThinking-Produktpalette eine unterschiedliche Anzahl von Units wert.

Die solidThinking Suite umfasst eine Reihe von Software-Werkzeugen, mit denen sich  struktureffiziente und herstellbare Produktkonzepte und elektromechanische Systeme erstellen, untersuchen und validieren lassen. Dazu zählen Lösungen für modellbasierte Entwicklung, generatives Design, hybride Konzeptentwicklung, Multiphysics-Analyse, Herstellbarkeit und fotorealistisches Rendering. Jedes Werkzeug bietet eine intuitive Nutzererfahrung, die auf den Bedarf von Designern, Konstrukteuren und Fertigungsexperten mit wenig oder keiner Simulationserfahrung zugeschnitten ist.

„Wir glauben, dass ein reibungsloser Zugriff auf unsere gesamte SolidThinking Suite und Cloud Ressourcen über nur ein einziges Lizenzierungsmodell bisher einzigartig in diesem Markt ist und ein überzeugendes Angebot für kleinere und mittlere, aber auch für einige unserer Enterprise Kunden darstellt“, sagt James R. Scapa, Founder, Chairman und CEO von Altair. „Für Unternehmen, die gerade erst mit Simulation beginnen, denen nur eingeschränkte Simulationsressourcen zur Verfügung stehen oder die eine umfassende, kosteneffiziente mitwachsende Simulationslösung benötigen, bietet das neue Lizenzmodell einen enormen Mehrwert und große Flexibilität.”

Einfacher Umstieg auf das neue Lizenzmodell

Das Upgrade auf sTU-Lizenzen wurde geradlinig gestaltet und steht allen solidThinking Kunden zur Verfügung, indem sie ihren entsprechenden Vertriebspartner kontaktieren:

  • SolidThinking Mietkunden: Das Upgrade auf sTU erfolgt nahtlos und ohne weitere Kosten und bietet sofortigen Zugriff auf alle Anwendungen der solidThinking Suite sowie die Möglichkeit, alle dafür freigegebenen Anwendungen in der Cloud zu nutzen.
  • SolidThinking Paid-up Kunden mit Wartungsvertrag: Alle bestehenden Paid-up Lizenzen werden automatisch in sTU Lizenzen umgewandelt, mit allen Vorteilen und zum gleichen Preis wie für die bisherige jährliche Wartung.
  • SolidThinking Paid-up Kunden ohne Wartungsvertrag: Für diese Kunden stehen für kurze Zeit bis Ende des Jahres gültige, interessante regionale Angebote bereit, die ein Upgrade auf das sTU Lizenzmodell möglich machen.

Die Anzahl der Units, in die bestehende Verträge umgewandelt werden, hängt vom bisher lizenzierten Produkt ab, so verwandelt sich eine Inspire-Lizenz in 15 SolidThinking Units, eine Click2Cast-Lizenz in deren 30.

Subscription-Modelle sprießen ja wie Pilze aus dem Boden, Hersteller wie Autodesk stellen das gesamte Portfolio auf Mietlizenzen um. Allzuoft verbirgt sich jedoch hinter diesen Modellen lediglich ein Umstieg von Einmalzahlungen auf ein Ratenmodell – mit langen Laufzeiten und Beschränkung auf bestimmte Module. Nutznießer ist in diesem Fall vor allem der Anbieter, der seinen Cashflow verstetigt. Altairs SolidThinking Units-Modell dagegen bietet dem Anwender Flexibilität, ein breites Spektrum nutzbarer Softwarelösungen und die Möglichkeit, mehreren Anwendern die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie im jeweiligen Status ihres Projekts benötigen. Prima Idee!

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