Siemens und Bentley Systems: Strategische Allianz wächst weiter

Bentley Systems und Siemens arbeiten bereits seit Längerem zusammen, 2016 wurde eine strategische Allianz vereinbart „mit dem Ziel, die Digitalisierung in sich ergänzenden Geschäftsgebieten voranzutreiben, um geschäftlichen Mehrwert zu schaffen.“ Dies lief offensichtlich so gut, dass nun die Finanzierung ihres gemeinsamen Investitionsprogramms für Innovationen verdoppelt wurde. Zudem kauft Siemens weiter Aktien von Bentley und hat seinen Anteil am Unternehmen inzwischen auf über 9 Prozent gesteigert.

Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG

Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, freut sich über den starken Start der Allianz mit Bentley Systems (Bild: Siemens).

Die beiden Unternehmen entschieden im letzten Alliance Board Meeting, ihre strategische Allianz weiter zu festigen. Die beiden Unternehmen wollen ihre bestehende Vereinbarung ausbauen und so ihre Zusammenarbeit und wirtschaftlichen Initiativen weiterentwickeln. Aus diesem Grund wird die Finanzierung ihres gemeinsamen Investitionsprogramms für Innovationen von anfänglichen 50 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro angehoben. Zudem hält Siemens mittlerweile eine Beteiligung an Bentley Systems von mehr als 9 Prozent aufgrund seiner fortdauernden Investitionen in Sekundäraktien aus Bentleys Aktienkapital.

„Es freut mich sehr, dass unsere Allianz so einen starken Start hatte. Jetzt bauen wir unsere Zusammenarbeit weiter aus und investieren beispielsweise mit unserer unternehmensweiten Kollaborationsplattform Teamcenter in Bentleys Engineering- und Projektmanagement-Tools, um für die Konstruktions- und Fertigungswelt einen vollständig „digitalen Zwilling‘ zu erstellen“, sagt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. „Ein unternehmensweit integrierter Umgang mit Daten und IoT-Vernetzung via MindSphere wird unseren Kunden auf beiden Seiten helfen, von den Vorteilen der ganzheitlichen digitalen Zwillinge zu profitieren.“

Greg Bentley, CEO von Bentley Systems, erläutert hierzu weiter: „Durch unsere gemeinsamen Investitionen mit Siemens haben wir bisher bei nahezu jeder Zusammenarbeit mit dem Unternehmen wertvolle Chancen zur Digitalisierung der Infrastruktur und industriellen Weiterentwicklung vorangetrieben. Jetzt, da unsere neuen, gemeinsamen Produkte und Cloud Services auf den Markt kommen, haben weitere digitale Kooperationen für uns oberste Priorität. Zudem begrüßen wir es, dass Siemens auf dem NASDAQ-Privatmarkt regelmäßig stimmrechtslose Bentley-Systems-Aktien kauft und unterstützen dies, um unsere Liquidität zu erhöhen, was vor allem unseren Kollegen zugutekommt, die in den Ruhestand gehen.“

Greg Bentley, CEO von Bentley Systems

Greg Bentley, CEO von Bentley Systems, begrüßt den Kauf von Bentley Systems-Aktien durch Siemens (Bild: Bentley Systems).

Bentley Systems liefert Softwarelösungen für Architekten, Ingenieure, Geoinformatiker, Bauträger und Anlagenbetreiber, mit denen diese Infrastruktur und Gebäude planen. Die Lösungen umfassen die MicroStation-Suite zur Informationsmodellierung, Project-Wise-Kooperationsdienste zur Ausführung von integrierten Projekten und Asset-Wise-Betriebsservices für intelligente Infrastrukturen ergänzt durch weltweite Professional Services und umfassende Managed Services.

Wenn nun im Rahmen der Zusammenarbeit Teamcenter mit den Bentley-Lösungen integriert wird, bietet dies die Möglichkeit, beispielsweise eine Maschine, die in NX konstruiert wird, in das Gebäudemodell in der Bentley-Lösung zu integrieren beziehungsweise Maschinenbau und Bau gemeinsam zu verwalten. Das ist eine offene Flanke (fast) aller CAD-Lösungen – wenn es vom Stahl in den Beton geht, hören die Funktionalitäten der Systeme üblicherweise auf. Insofern ist die Zusammenarbeit von Siemens und Bentley eine sehr gute Idee.

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