Protolabs: Prototypen für Start-ups

Protolabs liefert extrem schnell Prototypen und Kleinserien., die Palette der Fertigungstechnologien umfasst automatisierten 3D-Druck, CNC-Fräsen und Spritzgussverfahren. Das Unternehmen unterstützt Start-ups wie Coboc, Piavita und Corvin bei der Herstellung ihrer Prototypen und hilft ihnen, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren. Damit zeigt Protolabs, wie 3D-Druck, Spritzguss und CNC-Bearbeitung dazu eingesetzt werden können, um Prototypen in verschiedenen Branchen und Einsatzgebieten schnell und unkompliziert herzustellen.

Coboc ONE Rome

Das Coboc ONE Rome: Ein E-Bike, dem man das E-Bike nicht anssieht (Alle Bilder: Protolabs).

Schnell zur Serie mit Protolabs

Ich finde die folgenden Geschichten interessant, weil sie zeigen, wie sehr Protolabs den Prozess vom CAD-Modell zum Serienprodukt vereinfacht. Früher war es teuer und nahezu unmöglich, Spritzgussteile oder Frästeile in Kleinserie zu bekommen. Das machte es gerade für Startups schwer, professionelle Prototypen und Erstmuster herzustellen, mit denen sich ein Markt erobern lässt. Dank Protolabs ist dieser Schritt sehr einfach und preiswert geworden. Innerhalb weniger Tage fertigt das englische Unternehmen Alu-Spritzgussformen und darin die benötigten Kleinserien.

Die Start-ups, die Protolabs unterstützt, kommen dabei aus den verschiedensten Branchen: Coboc hat eine neue Generation E-Bikes entwickelt, mit Piavita wurde ein Durchbruch in der Tiermedizin erreicht und die Vision von Corvin ist ein funktionaler und ästhetischer Koffer.

E-Cycle – die neue E-Bike-Generation von Coboc

Mithilfe von Protolabs hat das Fahrrad-Start-up Coboc das E-Cycle, eine völlig neue Art von E-Bike, geschaffen. Das neue E-Cycle ist ein schlichtes Fahrrad, bei dem der Fahrspaß, die Dynamik und die Ästhetik im Vordergrund stehen. Die Unterbringung der Stromversorgung im Fahrradrahmen stellte die Entwickler vor eine Herausforderung, da der Platz begrenzt war und der Akku trotzdem stoßsicher gelagert werden sollte. Die Lösung waren Kunststoffklammern mit federartigen Fortsätzen, die den Akku zusammenhalten und gleichzeitig vor Kollisionen mit der Innendwand des Rahmens schützen sollten.

Da die Prototypen aus dem eigenen 3D-Drucker nicht praxistauglich waren, nahmen die Entwickler die Unterstützung von Protolabs in Anspruch. Die Entwickler luden ihr Modell auf der Angebotsplattform von Protolabs hoch und erhielten kostenlose Tipps zur Optimierung. Und auch bei der anschließenden Materialauswahl der dazugehörigen Kontrollanzeige und der Ladebuchse gab Protolabs den Entwicklern Tipps. Inzwischen nutzen die Entwickler bei Coboc für Kunststoff-Neuentwicklungen eine zweite Dienstleistung von Protolabs: Sobald das Design für ein neues Kunststoffteil steht, erfolgt die Begutachtung und Einbausimulation mit einem aus Vollmaterial gefrästen Prototypen von Protolabs. Inzwischen bestreitet Coboc seine gesamte Serienproduktion mit Kunststoffteilen von Protolabs.

Durchbruch in der Tiermedizin durch Piavita

PiaVita-Sensorgehäuse, von Protolabs inn 15 Tagen gefertigt

Das 2K-Gehäuse des PiaVita-Sensors wurde von Protolabs innerhalb von 15 Tagen gefertigt

Piavita entwickelt einen Sensor, der bei Tieren durch Fell, Haut und Unterhautstrukturen hindurch Messungen vornehmen kann kann. Das Piavita Vet System, ein handtellergroßes Gerät, misst mehrere Vitalparameter wie EKG, Herzfrequenz, Körperkerntemperatur sowie Atemrate und -verlauf gleichzeitig. Die Messung funktioniert vollkommen nicht-invasiv, ohne Kabel, Rasur oder Klebestellen; dies war vor Piavita noch nicht möglich.

Für die Serienfertigung der 2K-Kunststoffspritzguss-Gehäuse wurde Protolabs beauftragt. Die Gehäuse des Messgeräts bestehen aus zwei Komponenten: Einem harten und einem weichen Anteil. Für den schlagfesten Teil wurde ABS als Material ausgewählt. Für den weicheren Teil entschied sich Piavita für das biokompatible, thermoplastische Silikon TPSiV. Bereits nach 15 Arbeitstagen waren die Gehäuse fertig gestellt. Derzeit wird nicht nur das Gehäuse des Messgeräts bei Protolabs hergestellt, sondern auch das Gehäuse der Übertragungsstation und die Halterung für das Messgerät am Gurt.

Corvin Carry-on: Auch der Bambuskoffer enthält Sreienteile aus Protolabs-Fertigung.

Corvin Carry-on: Auch der Bambuskoffer enthält Sreienteile aus Protolabs-Fertigung.

Bambuskoffer von Corvin, der Funktionalität und Ästhetik vereint

Die Idee des Corvin Carry-on ist einfach: ein Koffer, der sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend, dabei aber nicht überteuert ist. Gemeinsam mit einem französischen Produktdesigner entwickelte der Schweizer Gründer Christian Wehbe ein erstes Konzept des aus Bambus und Aluminium bestehenden Koffers. Anschließend fertigten sie den ersten Prototyp des Koffers mit Bauteilen, die von Protolabs geliefert wurden.

„Wir freuen uns, immer wieder mit aufstrebenden Start-ups zusammenzuarbeiten und gemeinsam mit ihnen ihre innovativen Ideen zu verwirklichen“, sagt Daniel Cohn, General Manager bei Protolabs in Deutschland. „Mit unseren Services in den Bereichen 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Spritzguss haben wir vielfältige Möglichkeiten, Gründer bei der Fertigung ihrer Produkte zu unterstützen. Dabei sind wir auch immer darauf bedacht, unsere Servicepalette weiter auszubauen, wie beispielsweise erst kürzlich um Polyjet- und Silikon 3D-Druck. So wollen wir unseren Kunden das für ihre Anwendung am besten geeignete Verfahren anbieten.“

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