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Bechtle SolidWorks-Kundentag – Erster Blick auf SolidWorks 2015

Am 25./26. September veranstaltete Bechtle mit seinen SolidWorks-Reseller-Töchtern SolidLine und Solidpro einen Kundentag, bei dem erstmals in Europa die neue Version 2015 des CAD-Systems vorgestellt wurde. Knapp 300 Kunden und Interessenten besuchten einen oder beide Tage der Veranstaltung.

Rege Diskussionen in der Ausstellung in der Bechtle-Zentrale.
Rege Diskussionen in der Ausstellung in der Bechtle-Zentrale.

Der Begrüßung von SolidLine-Vorstand (und Bechtle-Software-Verantwortlichem) Norbert Franchi und Solidpro-Chef Werner Meiser folgte eine kurze Keynote von SolidWorks Country Manager Central Europe Uwe Burk, der unter anderem die Zahl von 70.000 deutschsprachigen SolidWorks-Lizenzen nannte – ein nicht unerheblicher Anteil am gesamten Lizenzaufkommen.

Premiere in Europa: SolidWorks 2015

Andreas Spieler von SolidWorks präsentierte mit zwei Kollegen eine Auswahl der neuen Funktionen in SolidWorks 2015, vor allem handelt es sich dabei um Optimierungen bestehender Funktionen wie die neue Verknüpfungsoption „Flächenmitte“ für Baugruppen. Diese sorgen für eine interessante Effizienzsteigerung bei der täglichen Arbeit. Ein anderes Beispiel sind flexible Muster. Kim Ilgmann von SolidWorks zeigte die Funktion am Modell einer Linearschiene mit Bohrungen, die über die herkömmliche Musterfunktion erzeugt waren. Als er die Schiene verkürzte, verschwand das Muster, weil ein Teil der Instanzen ins Leere lief. Mit flexiblen Mustern tauchen immer so viele Instanzen auf, wie aktuell auf das Bauteil passen, es lässt sich auch eine Entfernung der letzten Instanz zum Ende des Bauteils angeben. So lässt sich ein Muster auch ausmitteln, indem man Anfangs- und Endabstandsmaß über eine Variable verknüpft.

BigRep ONE - 1,3 Kubikmeter Druckraum, da passt was rein!
BigRep ONE – 1,3 Kubikmeter Druckraum, da passt was rein!

Für eine rege Diskussion bei der entsprechenden Session am Nachmittag sorgte das neue Modul Model Based Definition (MBD). Dieses ermöglicht das Anbringen von PMI, also Form- und Lagetoleranzen oder auch Oberflächenzeichen am 3D-Modell. Zudem lassen sich Ansichten definieren, Maße diesen Ansichten zuordnen und das Ergebnis als 3D-PDF oder eDrawing abspeichern. So ist es möglich, ein Bauteil vollständig zu definieren – was sonst oft erst in der Zeichnung möglich ist. Das Thema wird in einem weiteren Blogeintrag vertiefend behandelt. Eine MBD Standard-Lizenz kostet knapp 2.000 Euro.

Groß, größer, BigRep

Ein echter Hingucker in der Ausstellung war der riesige 3D-Drucker BigRep ONE, der mit einem Bauraum von 1147 x 1000 x 1188mm – ca. 1.3 m³ – das Drucken richtig großer Bauteile ermöglicht. Ein sehr robustes Alugestell und kräftige Versteifungen sorgen für hohe Steifigkeit des Rahmens, so dass eine gute Druckqualität erreicht werden kann. Mit seiner beheizten Druckplattform verarbeitet er die typischen FDM-Materialien wie PLA, ABS und andere.

Die Abendveranstaltung war, wie zu hören war, ein voller Erfolg und das zweitägige Format kam bei den Besuchern gut an, was für eine Wiederholung spricht. Für den zweiten Tag konnte Bechtle den Vice President Worldwide Sales bei SolidWorks, Ken Clayton, gewinnen. Auch der Bericht über einen Gottesanbeterinnen-inspirierten Roboter vom Robotics Innovation Center am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Bremen – der mit SolidWorks entwickelt wurde – lohnte einen Besuch, ebenso wie die folgenden Workshops.

5 Comments

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