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Hannover-Splitter 2: Dassault Systèmes, Solid Works, Siemens PLM Software, PNY

Hier der zweite Teil meiner unsortierten Beobachtungen von der Hannover Messe.

Dassault Systèmes: Im Mittelpunkt der Dassault-Präsentation stand ein sehr schönes Produkt: Die neue Horex, die in Augsburg gebaut wird. Das Fahrwerk wurde mit Catia entwickelt, der faszinierende VR6-Motor dagegen mit SolidWorks – ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit beider Systeme.

VR6-Motor und traditionsreicher Name: Die Horex VR6 Roadster (Bild:Horex)
VR6-Motor und traditionsreicher Name: Die Horex VR6 Roadster (Bild:Horex)

SolidWorks: Als Erstes fiel auf, dass etwas fehlte: Der SolidWorks-Stand, der mit seinem roten Oberteil auf den Messen immer sehr prominent war. Stattdessen gab es einen gemeinsamen Stand mit Dassault, der zu beiden Seiten eines Ganges lag – was die SolidWorks- und die Catia-Fraktion optisch trennte. Verbindend waren die Oberteile des Standes, die aus Bannern mit Dassault Systèmes-Schriftzügen bestand.

Ein weiteres Zeichen der wachsenden Integration von SolidWorks unter die Muttermarke Dassault Systèmes. Letztere soll zur Dachmarke aufgebaut werden, unter der dann die Marken SolidWorks, Catia usw. angeordnet sind. An der Mannschaft und der Zusammenarbeit mit den Kunden soll dies jedoch nichts ändern. Es ist also nicht so, dass Catia-VARs nun beginnen, SolidWorks zu vertreiben und umgekehrt, es wird lediglich die Tatsache, dass SolidWorks im Jahr 1997 von Dassault gekauft wurde, sichtbarer als bisher.

Die SolidWorks-Anwender dürften sich eher fragen, ob im Verlauf des Zusammenwachsens nicht irgendwann eine native Catia-Schnittstelle in SolidWorks verfügbar wird :-)

Siemens PLM Software: Auf der Hannover Messe stellen die CAD-Hersteller nur sehr selten neue Produktversionen vor. So brachte auch die Siemens PLM-Pressekonferenz wenig Neues, das Issue Management- und CAPA-Modul stellten wir hier im Blog schon Anfang Februar vor. Interessanter war der Vortrag von Urban August, dem CEO der Siemens Industry Software GmbH & Co. KG. Er schilderte Erfahrungen aus dem IEC-Projekt, der Einführung der Siemens PLM-Lösungen im Industriesektor von Siemens. Seine erste Erkenntnis: „Als Siemens an Siemens zu verkaufen ist sehr schwer“. Der Umfang ist gigantisch: Das IEC-Projekt umfasst sieben Siemens-Business Units, über 18.000 Anwender, 45 Fertigungsstandorte in 15 Ländern und insgesamt über 100 Standorte. Es geht um die Migration und Integration von über 20 Terabyte Datenvolumen in Teamcenter, alleine die Metadaten sind 800 Gigabyte groß.

Das Unternehmen konnte im deutschen Maschinenbau 25% Wachstum erzielen, bei einem Gesamtwachstum des Markts von 8%.

PNY Quadro K2000: Vier Monitore für Midgrange-CAD (Bild: PNY)
PNY Quadro K2000: Vier Monitore für Midgrange-CAD
(Bild: PNY)

PNY: Auch die Kepler-Quadro-Grafikkarten, die PNY in einer Pressekonferenz vorstellte, sind nicht wirklich neu. Die seit Anfang März auf dem Markt befindlichen neuen Modelle ersetzen die bisherigen, auf dem Fermi-Chip basierenden Karten. Das Portfolio beginnt mit der K600 für Einsteiger und 2D-Anwender, die Quadro K2000 ist dagegen für Midrange-3D wie SolidWorks, Solid Edge und Inventor gedacht. Die K4000 ist im High-End-Bereich angesiedelt, während die nochmals stärkere K5000 eher für Visualisierungsaufgaben gedacht ist. Neu ist, dass alle Karten mit der GPU-Rechenkarte Tesla K20 kombiniert werden können. gemeinsam ist den Karten auch, dass vier (bisher zwei) Monitore angeschlossen werden können.

Ein ganz neues Angebot von PNY sind SSDs, Festplatten auf Basis von Speicherbausteinen. Diese extrem schnellen Platten werden gerne als Systemfestplatte gemeinsam mit einer großen mechanischen Platte als „Datengrab“ eingesetzt. So kann man mit den schnellen, aber eher kleinen SSDs die Performance von Betriebssystem und Programmen vervielfachen und hat auf der zweiten Platte gleichzeitig viel Platz für die Datenablage.

Die PNY Prevail-SSDs werden in zwei Größen mit 240 und 480 GByte angeboten, zudem in zwei „Qualitätsstufen“: Die normale SSD wird mit Bausteinen aufgebaut, die 3000 Schreib/Lesezyklen vertragen, die in der Elite-Version verbauten Chips überstehen sogar 10000 Zyklen. Damit lassen sich fünf Jahre lang pro Tag 700 Gbyte auf die Platte schreiben, bevor sie ausfällt. Die Elite-Modelle sind eher für Server gedacht, die normalen Prevails für Workstations. Ich plane einen Test, in dem ich meine herkömmliche Festplatte gegen eine

PC-Beschleuniger: Dioe neuen SSDs von PNY (Bild:PNY)
PC-Beschleuniger: Dioe neuen SSDs von PNY (Bild:PNY)

Prevail-SSD austausche und die Geschwindigkeitsvorteile mit diversen CAD-Systemen messe.

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