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PLM und Produktkonfiguration: Procad kauft Acatec

Eine überraschende Nachricht aus der deutschen Produktentwicklungs-Softwareszene: Der PLM-Anbieter Procad aus Karlsruhe kauft Acatec, den Hersteller von Produktkonfiguratoren aus Hannover. Am 29. März 2021 hat Procad eine Mehrheitsbeteiligung an seinem bisherigen Partner erworben. Durch den Zukauf erweitert und verstetigt Procad ihr Geschäftsmodell und kann künftig PLM und Produktkonfiguration aus einer Hand anbieten. Bereits zum Start der Partnerschaft im Januar 2021 hatte sich schnell herausgestellt, dass sich hier maximale Synergieeffekte für beide Seiten entwickeln – eine Akquisition war daher der nächste logische Schritt.

Procad und Acatec vereinigen ihre Softwarelösungen
Passt zusammen: Procad und Acatec vereinigen ihre Softwarelösungen (Alle Bilder: Procad).

Mehr als 1000 Kunden in über 25 Ländern versorgt die Procad GmbH & Co. KG mit einer konfigurierbaren Plattform für das digitalisierte Product Lifecycle- und Dokumentenmanagement. Das Karlsruher Unternehmen ist seit 1985 am Markt und beschäftigt über 180 Mitarbeiter/innen weltweit.​ „Konfigurieren statt Programmieren“ ist der Ansatz von Procad und stellt die Vereinfachung von komplexen Prozessen mittels eines agilen Konfigurationsansatz in den Vordergrund. Procad verfügt über 12 Standorte weltweit und bietet mit PRO.File eine service-orientierte, integrationsfähige Plattform.

Die Acatec Software GmbH mit Standorten bei Hannover und Frankfurt entwickelt und verkauft Lösungen zur Produktkonfiguration und ist seit 2004 am Markt tätig. Acatec ist technologisch führend bei der CAD-Automation, der 3D-Visualisierung von kundenindividuellen Produkten und der durchgängigen Geschäftsprozess-Automation. Der Produktkonfigurator speedmax digitalisiert die Abläufe vom Point of Sale bis in die Auftragsabwicklung.

Procad-Geschäftsführer (CEO) Gerhard Knoch
Procad-Geschäftsführer (CEO) Gerhard Knoch

Acatec und Procad werden künftig ihre Produktportfolios und Services zusammenführen, gemeinsam erweitern und am Markt platzieren. „Mit dieser strategischen Akquisition können wir unsere Kunden nun noch umfassender und wertschöpfender in ihren Prozessen unterstützen“, erklärt Procad-Geschäftsführer (CEO) Gerhard Knoch. „Dabei verfolgen wir die gleiche Philosophie: schnelle Wirkung für die Kunden, durch vereinfachte Einführung und intuitive Bedienung.“ Die Akquisition ist Teil einer international ausgerichteten Strategie, mit der Procad ihr erfolgreich etabliertes PLM-Portfolio um die Produktkonfiguration weiter ergänzt.

„Unsere Unternehmen bewegen sich in sehr ähnlichen Sphären“, ergänzt Johann Dornbach, CTO von Procad. „Aus der anfänglichen Partnerschaft wurde schnell eine operative Zusammenarbeit. Wir haben gemerkt, dass sich durch die Integration beider Lösungen die Prozesse bei unseren Kunden um ein Vielfaches beschleunigen lassen, beispielsweise bei der CAD-Automation. So mussten wir einfach den Schritt gehen und uns langfristig verbinden.“

Henning Bitter, Geschäftsführer von Acatec
Henning Bitter, Geschäftsführer von Acatec

Henning Bitter, Geschäftsführer von Acatec, bestätigt diese Erkenntnis: „Die Partnerschaft mit Procad hat uns bereits sehr früh gezeigt, dass die Zusammenarbeit nicht nur unsere gemeinsamen Ziele deutlich vorantreibt, sondern auch die Kundenprozesse bis um das 20-fache beschleunigen kann. Neben einer erhöhten Sichtbarkeit am Markt profitiert die Acatec durch eine starke Muttergesellschaft und deren Expertise beim Product Lifecycle Management.“

Acatec und Procad kenne ich seit langem als innovative Unternehmen mit sehr engagierten und kundenzugewandten Mitarbeitern. Ganz offensichtlich haben sich hier zwei Partner gefunden, deren Portfolios zusammenpassen und die sehr schnell festgestellt haben, dass gemeinsam besser ist als nebeneinander. Ich wünsche der neuen Verbindung viel Glück.

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