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PTC Live Stuttgart – Das Internet der Dinge ist schon da

Innerhalb weniger Jahre verdoppelt hat sich die Besucherzahl der PTC Live Stuttgart. Am 18./19. November 2014 konnte PTCs Senior Vice President Sales, Zentral, Nord- und Osteuropa, Michael Sauter, über 1.700 Teilnehmer im ICS der Stuttgarter Neuen Messe begrüßen.Wie immer waren Vertreter der obersten PTRC-Ebenevertreten, in diesem Fall der frischgebackene Executive Vice President für die Segmente IoT und SLM, Rob Gremley, sowie Brian Shepherd für den PLM- und Mike Campbell für den CAD-Bereich. Eine wichtige Erkenntnis für mich war: PTC spricht zwar viel über IOT, vergisst aber seine angestammten Technologien nicht.

Michael Sauter begrüßte über 1.700 Teilnehmer.
Michael Sauter begrüßte über 1.700 Teilnehmer.

Sauter präsentierte in seiner Eröffnung das außerordentlich erfolgreiche letzte Geschäftsjahr 2014, das am 30. September endete und ein fünfprozentiges Umsatzplus brachte. PTC setzte im letzten Geschäftsjahr 1,358 Milliarden US-Dollar um, der Gewinn pro Aktie wuchs sogar um 19 Prozent.

PTC konnte in allen relevanten Branchen wichtige Neukunden gewinnen oder bei bestehenden Kunden signifikantes Neugeschäft generieren. So hat VW in allen Bereichen auf PTCs PLM-Lösung Windchill umgestellt, die Zulieferer Schaeffler und Continental erweiterten ebenfalls ihre Windchill- und Creo-Installationen auf weitere Unternehmensbereiche. Für den Maschinen- und den Anlagenbau nannte Sauter die Beispiele Festo, wo Creo und Windchill ausgebaut wurden, und SMS Siemag Anlagenbau.

Die PTC Live wird in diesem Jahr erstmals von der LiveWorks Europe ergänzt, dem Anwendertreffen der ThingWorx- und Axeda-Kunden. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, Vorträge der jeweils anderen Veranstaltung zu besuchen, rege, wie sich an den unterschiedlich gefärbten Namenschild-Halsbändern ablesen ließ. Das IoT zieht sich durch alle Arten von Produkten, wie Sauter an einer Reihe von Beispielen demonstrierte.

Smart Connected Objects

Rob Gremley eröffnete die Vorträge mit einer Beschreibung der PTC-Vision für Smart Connected Products und wie diese die Fertigungsindustrie verändern werden. Zum Beginn zeigte ein Film die „Seven Forces„, Sieben Kräfte, die den Markt radikal ändern werden. Diese Kräfte sind Digitalisierung, Globalisierung, Regulierung, Personalisierung, Softwareintensive Produkte, Connectivity und Servizitation, die Umwandlung von Produkten in Dienstleistungen.

Gremley nannte, um die Größe des Marktes zu beschreiben, die Zahl von 1,5 Billionen Euro, die jährlich weltweit in IoT investiert werden. Alleine PTC habe in den letzten elf Monaten 300 Mio. US-Dollar in IoT investiert. Der weltweite IoT-Umsatz soll nach Angaben einer McKinsey-Studie im Jahr 2020 fünf Billionen Euro erreichen – ein riesiger Markt, dem von McKinsey eine zehnmal größere Bedeutung als dem 3D-Druck zugewiesen wird.

IoT bietet riesige Möglichkeiten, findet Rob Gremley.
IoT bietet riesige Möglichkeiten, findet Rob Gremley.

Das IoT bietet völlig neue Möglichkeiten, Produkte zur Zustandsüberwachung einzusetzen, zu optimnieren, zu steuern und autonom agieren zu lassen (mehr dazu hier im Bericht von der PTC Live Global). Dabei geht es nicht nur um die erwähnten Smart Connected Products, sondern um Systeme von Produkten und Systeme von Systemen. Dazu brachte ScreetScooter-CEO Dr. Peter Burggräf im Rahmen der folgenden Pressekonferenz zwei plastische Beispiele.

Die Deutsche Post AG hat bei StreetScooter Elektro-Lieferfahrzeuge entwickeln lassen. Diese Fahrzeuge sind mit 30 Sensoren versehen, die wiederum mit dem Internet verbunden sind. So lässt sich unter anderem der Ladezustand der Batterien überwachen. Kehren die Fahrzeuge in den Post-Stützpunkt zurück, werden sie nicht alle gleichzeitig geladen, weil dies an vielen Orten die elektrischen Leitungen überlasten würde. Stattdessen entscheidet eine Steuerungssoftware anhand des aktuellen Ladezustands und der Tourplanung des nächsten Tages, welches der Fahrzeuge wann während der Nacht und wie lange geladen wird.

Zudem ermöglichen die StreetScooter eine interessante Wetter-App: Die Fahrzeuge sind mit Regensensoren ausgerüstet, um den Scheibenwischer automatisch zu betätigen. Fahren genügend StreetScooter in einer Stadt und melden diese den Status des Regensensors an die Zentrale, lässt sich so die Laufrichtung und -geschwindigkeit von Regenschauern sehr genau berechnen und in eine kleinräumige, kurzfristige Wettervorhersage umwandeln.

Auch die PTC-Lösungen werden smart und connected

Windräder, die miteinander vernetzt sind und ihre Blätter so stellen, dass alle Windräder eines Parks optimalen Ertrag bringen, sind ein anderes schönes Beispiel für Systeme von Systemen. Immer mehr Funktionalität von Produkten wandert in Software, was es ermöglicht, diese Funktionalitäten per Update zu optimieren und mit der Cloud zu verbinden, um Mehrwertdienste zu generieren und den Service zu optimieren.

IoT-Fahrzeug: Das StreetScooter-Modell für die Post
IoT-Fahrzeug: Das StreetScooter-Modell für die Post

Die Palette möglicher Geschäftsmodelle erweitert sich, es ist möglich, nur ein Smartes Produkt zu verkaufen, Produkt und Service zu kombinieren oder gar das Produkt als Service anzubieten. Philips Lighting hat die teure Umrüstung von 13.000 Leuchten in den Parkhäusern der US-Hauptstadt Washington übernommen. Die Stadt Washington bezahlt die nächsten zehn Jahre nur den Service „Beleuchtung der Parkhäuser“, Philips kümmert sich um die Instandhaltung und erzielt aus dem massiv geringeren Stromverbrauch der LED-Lampen seinen Gewinn.

Im zweiten Teil gibt’s weitere Informtionen zu den Neuerungen in der PTC-Softwaresuite.

1 Comment

  1. Pingback:PTC Live Stuttgart II - PTC-Produkte werden smart und connected

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