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ProSTEP iViP-Symposium: Datenübertragung aus Berlin

Der ProSTEP iViP-Verein konnte auf seinem 17. Symposium, das diese Woche in Berlin stattfand, über 500 Teilnehmer begrüßen. Die Teilnehmerliste verzeichnete Vertreter eines illustren Querschnitts durch die deutsche Industrie. Der Datenaustausch ist eben nach wie vor ein Schwerpunktthema, das die Unternehmen beschäftigt. „Seamless Integration“ von Engineering und Produktions-IT ist nach wie vor für die meisten Unternehmen eine Vision, die erst noch umgesetzt werden muss.

Christian Ley von Brose präsentierte das neue Pedelec und seine PLM-Vision.
Christian Ley von Brose präsentierte das neue Pedelec und seine PLM-Vision.

Ulrich Ahle, Leiter Diskrete Fertigung und Automobilindustrie bei Atos und Vorstandsmitglied des ProSTEP-Vereins, begrüßte die Teilnehmer aus 156 Unternehmen und von 12 Hochschulen am 14. Mai im Berlin Congress Center. Das Symposium war eine Woche vor Veranstaltungsbeginn komplett ausverkauft.

Den Keynotes von Dominick Florack von Dassault Systèmes, Christian Ley von Brose Fahrzeugteile und Dr.-Ing. Frank Wagner vom Fraunhofer IAO folgten an beiden Tagen insgesamt 41 Vorträge in drei Sälen sowie fünf Workshops. Ley präsentierte nicht nur den Prototypen eines Elektrofahrrads von Brose und Rotwild, sondern auch einen interessanten Einblick in die Anforderungen und Prozesse eines Automobilherstellers.

Wagner glaubt an die große Umwälzung, die das Internet der Dinge und Industrie 4.0 im Produktionsprozess bringen. Trotzdem glaubt er: „Die Mannlose Fabrik wird ebenso schnell Wirklichkeit wie das papierlose Büro“ – nämlich gar nicht. Menschen werden sozusagen als Sensoren benötigt, weil sie besser als jeder technische Sensor Probleme und Veränderungen im Prozess erkennen kann. Komplexe Situationen lassen sich nur von Menschen lösen, ebenso ist es mit dem Treffen von Entscheidungen.

Die Themen der Vorträge waren breit gestreut, sie reichten von sehr technischen Informationen zu neuen Step-Standards wie dem AP 242 oder auch JT im praktischen Einsatz bis zu Betrachtungen über den Nutzen von Systems Engineering. Gerade auch die Praxisberichte von Einführungen eines PLM-Systems oder einer neuen Produktstruktur fanden aufmerksame Zuhörer.

Am Ende des ersten Tages stand ein Vortrag von Gerd Friedrich von der Robert Bosch GmbH, der erzählte, wie Bosch auf die Herausforderungen moderner Technologie – in der die Software wichtiger wird als die Hardware – reagiert und wie man Social Media für sich nutzt. Bosch hat ein eigenes Netzwerk aufgebaut, das inzwischen mehr als 50.000 Teilnehmer hat. Der Abend klang stilvoll in der Classic Remise zwischen historischen Autos aus.

Der zweite Tag war ebenso informativ und endete mit einem sehr schönen Vortrag von Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ahle, der die Teilnehmer verabschiedete, gab noch den Termin und Ort des nächsten iViP-Symposiums – 5./6. Mai 2015 im ICS, dem Kongresszentrum der Stuttgarter Messe – bekannt, wo auch Platz für deutlich mehr als 500 Besucher sein wird. Der Besuch lohnt sich sicherlich für jeden, den an PLM, Step, Datenübertragung und Systems Engineering interessiert ist – oder einfach eine Ahnung bekommen möchte, wohin die Reise in Engineering und Produktion geht.

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