Autodesk goes 3D printing – mit eigenem Drucker 4

Ich warte schon eine ganze Weile darauf, dass die CAD-Hersteller das Thema 3D-Druck in ihren Produkten berücksichtigen – doch außer einer Technologiestudie von PTC war bisher davon nicht viel zu sehen. Doch nun hat sich Autodesk-CEO Carl Bass mit interessanten Nachrichten zu Wort gemeldet: Das Unternehmen entwickelt zum einen eine Softwarelösung rund um den 3D-Druck, zum anderen einen 3D-Drucker.

Der Autodesk-3D-Drucker: Hübsch ist er schon mal (Bild: Autodesk).

Der Autodesk-3D-Drucker: Hübsch ist er schon mal (Bild: Autodesk).

Die Softwareplattform namens Spark kann von Hardwareproduzenten und anderen Interessenten unter freier Lizenz genutzt werden. Es soll einfacher werden, 3D-Modelle für den Druck vorzubereiten, der Druckvorgang lässt sich visualisieren und optimieren. Weitere Details, auch zur Form der „offenen“ Lizenz, will Autodesk in den nächsten Monaten bekanntgeben, die Veröffentlichung ist für das zweite Halbjahr 2014 geplant.

Der Autodesk-3D-Drucker soll öffentlich für weitere Entwicklungen und Experimente verfügbar sein. Er soll eine breite Palette an Materialien von Autodesk und anderen Herstellern verarbeiten können. Interessant ist, dass Autodesk – wenn man dem offiziellen Bild (rechts) trauen darf – nicht, wie im Niedrigpreissegment üblich, auf die FDM-Technologie setzt. Der Drucker ähnelt sehr dem Form 1, der nach dem Stereolithographieprinzip arbeitet. Das Objekt hängt beim Autodesk- wie beim Form 1-Drucker kopfüber. Beim Form 1 ist das Flüssigharz in einer durchsichtigen Schale untergebracht, der Laser leuchtet durch den Boden der Schale nach oben und verfestigt eine Harzschicht, so dass sich das Objekt über Kopf aufbaut. Die Teile, die ich bisher gesehen habe, sind sehr filigran und detailreich.

Ich halte diese Technologie jedoch – zumindest mit den aktuellen Materialien – für mäßig interessant, da es meiner Meinung nach ein großer Vorteil ist, in den FDM-, aber auch in den Connex-Pulverdruckern reale Kunststoffe verarbeiten zu können. So detailreich das Form 1-Modell ist, es ist letztlich nur ein Anschauungs- und kein Funktionsmodell, da die realistischen Materialeigenschaften fehlen. Zudem ist das Handling des Flüssigharzes sicherlich komplexer als das von Filamentspulen.

Aber vielleicht überrascht uns Autodesk ja bis in den Herbst hinein mit einer genialen Neuerung, zudem ist die FDM-Technologie beim RepRap-Projekt in guten Händen und entwickelt sich schon schnell genug weiter, die STL-Technik kann – zumindest im Kleindruckerbereich – sicherlich einen Anschub gebrauchen. Ich habe mich jedenfalls schon unter www.autodesk.com/spark für weitere Informationen angemeldete – Die Anmeldung steht „an einer Zusammenarbeit Interessierten“ frei.

4 thoughts on “Autodesk goes 3D printing – mit eigenem Drucker

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