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Mendel90 – Auf der Suche nach Haftung und sauberen Würsten

Nachdem ich mich von der Euromold erholt habe, wurde es Zeit, wieder mal am 3D-Drucker vorwärts zu kommen. Es zeigt sich immer deutlicher, dass das Einstellen der Druckparameter der eigentliche Knackpunkt beim RepRappen ist. Toll ist die Unterstützung, die man im deutschen Reprapforum bekommt und in dem ich auch kräftig aktiv bin. Liest man Threads wie diesen hier, lernt man erstens Einiges und zweitens ist es erstaunlich, wie viel Hilfsbereitschaft in dem Forum vorhanden ist.

Ein Testdruck nach dem anderen, und die Ergebnisse werden langsam besser
Ein Testdruck nach dem anderen, und die Ergebnisse werden langsam besser

Der „heilige Gral“ der Reprapszene ist das Druckbettmaterial. Ziel ist es, eine Oberfläche zu finden, auf der das Druckobjekt während des Drucks haftet, sich aber nach dem Druck problemlos ablösen lässt. Von Spiegelfliesen über Platinenmaterial bis hin zu Karbon- und Aluplatten reicht das Portfolio, auch Geheimmittel wie Haarspray, Holzleim oder bestimmte Chemikalien zum Imprägnieren der Oberfläche werden empfohlen. Komischerweise funktionierte die Spiegelfliese beim klaren Material gut, beim schwarzen PLA probierte ich einen Abend herum, bis ich die Spiegelfliese umdrehte und – voila! – die Teile halten.

Den Samstagnachmittag habe ich damit verbracht, Testdrucke zu fabrizieren. Anfangs lief es ganz gut, aber immer wieder produzierte die Düse nur noch „Spinnfäden“, vor allem auf der Oberseite des Objekts. Ich probierte alle möglichen Parameter durch, ohne Erfolg. Irgendwann hatte ich dann den Geistesblitz: Ich hatte vergessen, den Schrittmotortreiber des Extruders einzustellen, was dazu führte, dass der Extruder beim langsamen Extrudieren nur ruckelte statt zu fördern.

Immer wieder nur Spinnfäden...
Immer wieder nur Spinnfäden…

Inzwischen sieht es besser aus, aber noch nicht gut. Ich habe feststellen müssen, dass das Material nur unregelmäßig gefördert wird, zwischendurch bleibt das Filament stehen. Dadurch werden, wenn ich 30 Millimeter extrudiere, nur ca. 25 Millimeter Filament tatsächlich eingezogen. Und da kann unten nicht genügend rauskommen, wenn oben nicht genug reingeht. Weiter geht die Fehlersuche…

Inzwischen bin ich sicher: Ich kann jedem, der das Ganze nicht als Hobby betreibt, nur raten, einen fertig eingestellten Drucker zu kaufen. Ich bin noch nicht verzweifelt, aber der Zeitaufwand zum Einstellen des Druckers ist doch enorm.

2 Comments

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