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Bitkom: Digitalisierung sorgt für mehr Nachhaltigkeit

Immer wieder werden Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz als Gegenpole dargestellt, zuletzt unter anderem, als sich der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit Vorschlägen zur Entlastung der Unternehmen meldete, um das Wiederanlaufen der Industrie zu unterstützen. Dort findet sich die Aussage: „Denn kein Unternehmen kann in der jetzigen Phase die Belastungen der Krise und schärfere Klimaschutzvorgaben gleichzeitig schultern.“ Dabei vereinigen moderne Technologien oft Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Sie senken beispielsweise den Energieverbrauch und sind so sowohl für Umwelt wie die Kosten positiv. Eine Studie von Bitkom Research unterstützt diese These.

Bitkom-Präsident Achim Berg
Bitkom-Präsident Achim Berg empfielht Industrie 4.0 als Treiber für Innovation und  Nachhaltigkeit (Bild: Bitkom).

Vernetzte Maschinen, vorausschauende Wartung, Automatisierung: Industrie 4.0 macht nicht nur die Produktion in Fabrikhallen effizienter, sie sorgt auch für mehr Nachhaltigkeit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie zur Digitalisierung der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 552 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern befragt wurden.

Die Mehrheit deutscher Industrieunternehmen ist danach von den positiven Auswirkungen von Industrie 4.0 überzeugt. So sagen drei Viertel (73 Prozent), dass Industrie 4.0 den CO2-Ausstoß verringert. Fast ebenso viele sind der Ansicht, dass Industrie 4.0 Ressourcen in der Fertigung schont. Sogar 85 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Industrie 4.0 wichtig für die Kreislaufwirtschaft ist, in der Material- und Produktkreisläufe so geschlossen werden, dass Rohstoffe immer wieder von neuem genutzt werden können.

Bitkom-Präsident Achim Berg verweist drauf, dass viele Lösungen bereits verfügbar sind: „Sensoren und smarte Maschinen können den Energiebedarf auf ein Minimum reduzieren, 3D-Druck verringert den Materialeinsatz, intelligente Logistik verkürzt Transportwege.“

Jedes zweite Industrieunternehmen (50 Prozent) hat sich bereits eine Selbstverpflichtung zur Senkung des CO2-Ausstoßes auferlegt, weitere 34 Prozent planen dies konkret. Jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) hat zudem eine Strategie zur Nachhaltigkeit erarbeitet, 40 Prozent haben dies vor. Jedes dritte Fertigungsunternehmen (31 Prozent) setzt auf klimafreundliche Produktionsmaterialien, 39 Prozent planen konkret deren Einsatz.

Berg weiter: „Wir brauchen in der Industrie effiziente und klimaschonende Produktionsprozesse – und das funktioniert nur mit digitalen Technologien. Mit Industrie 4.0 kann die deutsche Industrie zum Pionier einer klimafreundlichen Produktion werden.“

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 552 Produktionsleiter, Vorstände oder Geschäftsführer von Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern in Deutschland von Mitte Februar bis Anfang April 2020 telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragen lauteten: „Welche der folgenden Maßnahmen im Zusammenhang mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben Sie in Ihrem Unternehmen bereits umgesetzt oder planen Sie aktuell umzusetzen?“ und „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit und Industrie 4.0 zu?“

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