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Videotipp: Richard Hammond’s Engineering Connections

Heute mal wieder ein Videotipp – und zwar zu einer ganzen Reihe von Videos, die das Ingenieursherz höher schlagen lassen. Wer die englische AutosendungTop Gear“ (bitte oben rechts auf „English“ umschalten, um zum Original zu gelangen) kennt, kennt auch Richard Hammond, einen der drei Moderatoren der Sendung. In einer Youtube-Videoserie erklärt er nun die Technik beispielsweise eines Formel 1-Autos, des Airbus A380 oder auch der japanischen Shinkansen-Züge anhand sehr praktischer Beispiele.

Richard Hammond lässt sich einen Formel 1-Motor erklären (Video-Screenshot aus "Richard Hammond's Engineering Connections: Formula 1")..
Richard Hammond lässt sich einen Formel 1-Motor erklären (Video-Screenshot aus „Richard Hammond’s Engineering Connections: Formula 1“)..

Ich beneide Richard Hammond nicht nur für die vielen Supersportwagen, deie er schon fahren durfte, sondern mag ihn auch für seine spezielle Art, Dinge zu erklären. Es ist etwas wie bei der „Sendung mit der Maus“, wenn beispielsweise die Frage ansteht: „Wie schwer ist es tatsächlich, ein Formel 1-Auto zu fahren?“, probiert Hammond es einfach aus. Dabei fällt (sinngemäß) der schöne Satz: „Ich fahre zu langsam, um die Bremsen auf Temperatur zu bekommen. Ich kann aber nicht schneller fahren, weil ich nicht schnell genug denke kann“. Das versinnbildlicht sehr gut Hammonds Herangehensweise – als „Autospinner wie Du und ich“, in den man sich gut hineinversetzen kann.

In der Videoreihe „Richard Hammond’s Engineering Connections“ – deren 15 Folgen ich hier direkt als Liste verlinkt habe – überträgt er diese Herangehensweise auf ganz unterschiedliche technische Gerätschaften – vom Wembley Stadion über das Space Shuttle, die A380 und den Shinkansen bis hin zu einer erdbebensiucheren Brücke. Natürlich darf auch die Formel 1 nicht fehlen. Hier erklärt er beispielsweise die Tatsache – die mir bisher auch unbekannt war – dass das Kolbenspiel eines F1-Motors so klein ist, dass er im kalten Zustand nicht angelassen werden kann, durch einen Versuch mit einer Druckluftkanone. Mit dieser schießt er zwei Kolben – mit größerem und geringerem Spiel zum Geschützlauf – ab und zeigt, dass der mit der kleineren Toleranz weiter fliegt. Von diesem Versuch aus kommt er zum Erfinder der Honmaschine, die zunächst für den Bau von Geschützen genutzt wurde und erst später für Dampfmaschinenzylinder, und dann zur Dampfmaschine – Engineering Connections eben.

Ich finde die Sendungen faszinierend, weil sie zeigen, wie verwoben in der Technik alles mit allem ist, wie eine Erfindung oder Verbesserung an einer Stelle an ganz anderen Stellen beziehungsweise Techniken plötzlich eine Revolution auslösen kann. Und nun wünsche ich viel Spaß und Freude mit „Richard Hammond’s Engineering Connections“:

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