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Altair Technology Conference – Neue Knöpfe für alle

600 Anwender konnte Jim Scapa, Chairman und CEO von Altair, zur diesjährigen Anwenderkonferenz des CAE-Herstellers in München begrüßen. Das Unternehmen hat inzwischen 2.200 Mitarbeiter und ist mit 44 Niederlassungen in 22 Ländern vertreten. Scapa erwartet einen Umsatz von 300 Mio. Dollar im laufenden Jahr, von denen 76 Prozent aus dem Lizenzgeschäft, 8 Prozent aus Services und der Rest aus Dienstleistungen stammen.

Altair-CEO Scape begrüßte 600 Teilnehmer in München.
-CEO Scape begrüßte 600 Teilnehmer in München.

Mit der Akquisition von EMSS hat sich Altair einen Spezialisten für Hochfrequenz-Elektromagnetismus-Simulation ins Boot geholt. Mit dem Feko-Solver lassen sich Antennensysteme simulieren und deren Platzierung beispielsweise auf einem Schiff oder in einem Smartphone optimieren oder elektronische Systeme auf ihre elektromagnetische Abstrahlung hin untersuchen. Gerade letzteres dürfte in mechatronischen Systemen immer wichtiger sein, zudem deckt Altair mit der EMSS-Lösung eine weitere Facette der Physik in seinem Solverangebot ab.

Scapa sieht vier Trends, die sein Geschäft in der nächsten Zukunft bestimmen: Simulation als Treiber für die Konstruktion, Intuitive Benutzeroberflächen, Additive Fertigung und die Möglichkeit, Berechnungen in die Cloud mit ihren tendenziell unbegrenzten Rechenressourcen zu verlagern.

Altair plant wohl ein neues Produkt zur 1D-Simulation zur Systemmodellierung, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Weitere Neuerungen betreffen mit der Zeit alle Pakete: Das Unternehmen will seine Software komplett auf die Oberfläche seines Topologieoptimierungssystems Inspire umstellen, das mit wenigen Buttons auskommt. Da diese Buttons mehrere aktive Bereiche haben – je nachdem, wo auf den Button man klickt, wird eine andere Funktion aktiviert – lassen sich in der Buttonleiste viele Funktionen in wenigen Buttons unterbringen – und das auch noch sinnvoll gruppiert. So ist in Inspire ein Button für das Definieren von Lagerungen und Kräften zuständig. Wie Scapa an einer Betaversion von HyperWorks zeigte, lässt sich für Anhänger der bisherigen Oberfläche diese hinzuschalten.

Die Inspire-Oberfläche soll Vorbild für das Aussehen aller Pakete werden.
Die Inspire-Oberfläche soll Vorbild für das Aussehen aller Pakete werden.

Eine Vielzahl von neuen Funktionen zieht sich durch alle Pakete, so erhält OptiStruct 13 Multi-Model-. Damit lassen sich zwei Lastfälle mit unterschiedlichen Teilmodellen gemeinsam optimieren – beispielsweise eine Autokarosserie für zwei unterschiedliche Motoren. Eine Excel-Integration erleichtert die Arbeit ebenso wie die Möglichkeiten, Rippen direkt zu definieren, ohne ins CAD-System zurückzugehen.

Die Optimierung wurde um Gitterstrukturen erweitert. Diese Funktion zielt besonders auf 3D-gedruckte Teile; hier kann man statt eines Lochs an Stellen, wo die Optimierung überflüssiges Material entfernt hat, feine Gitter definieren, die zum einen als Stützmaterial dienen und zum anderen sozusagen „fast ein Loch“ darstellen. In OptiStruct werden die Physikmodelle ergänzt und eine Direktschnittstelle zu Powerpoint geschaffen, Radioss erhält Airbags mit festem Volumen.

Scapas Trend, Simulation als Treiber für die Konstruktion einzusetzen, werde ich in einem der nächsten Beiträge unter die Lupe nehmen.

 

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