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Mendel90: Erste Druckversuche

Heute als erstes eine Erfolgsmeldung vom Wochenende: Der Drucker druckt! In meiner Euphorie habe ich sogar Videos gemacht und auf Youtube hochgeladen:

Am Freitag abend habe ich das erste Mal Filament in die Düse gestopft und dann irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich loslegen könnte. Gesagt, getan, ein Kalibrierquader – eigentlich nur vier hauchdünne Wände, hier findet sich eine ganze Sammlung von Testobjekten, wurde in Repetier Host geladen, in Schichten geschnitten und dann drückte ich den Startknopf.

Mein erster Stanford Bunny - frisch vom Drucktisch.
Mein erster Stanford Bunny – frisch vom Drucktisch.

Es ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn der Drucker sich daraufhin in Bewegung setzt, die Endschalter anfährt und den Druck startet. Der erste Quader war noch etwas wackelig, doch nach einigen Anpassungen gelangen schon ansprechende Drucke.

Sogar den berühmten Stanford Bunny habe ich gedruckt. Ist irgendwie Tradition, glaube ich :-) Dann lockerte sich jedoch das Hotend, also die Druckdüse, im Extruder. Ich bin noch nicht sicher, ob das auf Maßungenauigkeiten zurückzuführen ist oder darauf, dass der PLA-Werkstoff, aus dem der Extruder auf dem Makerbot Replicator 2 gedruckt wurde, recht temperaturempfindlich ist. Jedenfalls begannen nach etwa zwei Stunden Drucken die Probleme, die Modelle hafteten nicht mehr auf der Spiegelkachel und ein Justieren war nicht mehr möglich. Jetzt habe ich die Düse mit einer Unterlegschjeibe unterfüttert und wieder befestigt

Ich habe allerdings beschlossen, dass erst einmal die Elektronik komplettiert werden soll, vor allem sollen die LED-Lichtleisten, die den Druckbereich beleuchten, über einen Schalter an das 12V-Netzteil angeschlossen werden. Zudem muss ich einen Weg finden, den oberen Bereich der Düse zu kühlen. Das soll nicht nur den Extruder schützen, sondern auch dafür sorgen, dass das Filament erst sehr spät in der Düse schmilzt und sich so leichter transportieren lässt. Das schwarze Filament wollte sich nämlich nicht extrudieren lassen.

Dabei bin ich auf ein neues Thema gestoßen: Die 3D-Daten der Druckerteile liegen nur als STL-Datei vor und lassen sich in CAD-Systemen wie SolidWorks oder Creo nicht bearbeiten. Kann mir mit einer Lösung weiterhelfen? Ich bin für jede Anregung dankbar. Im Kern geht es mir darum, das hier in Thingiverse zu findende Modell eines X-Schlittens mit einer Z-Probe – einem abklappbaren Endschalter, mit dem man das Druckbett automatisch einmessen und so die Kalibrierung sparen kann – mit einer Halterung für einen Lüfter wie hier zu versehen.

Sketchup soll mit STLs umgehen können, vielleicht wird es Zeit, sich einmal damit zu befassen.

6 Comments

  1. Michael

    Ich konvertiere mir die STL-Dateien zunächst in das STEP-Format. Das können die meisten CAD-Systeme zumindest einlesen. Bearbeiten ist dann immer noch nicht ganz einfach aber machbar.

  2. Michael

    Hi Ralf,
    ich benutze dafür Kisters. Bin nämlich dabei, mir
    einen Mendel Huxley mit Gen7 Elektronik aufzubauen
    und erfasse vorher alle Teile parametrisierbar im
    3D CAD (Catia V5), damit ich jederzeit Anpassungen
    vornehmen kann (so, wie Du es jetzt ja auch vorhast).
    Die konvertierten STEP Daten sind zwar immer noch
    „dumm“, aber man kann alle Masse einfach abnehmen
    und später die eigenen Teile mit dem Original vergleichen.
    Schick mir doch einfach die STL Dateien, die Du brauchst
    und ich konvertiere sie Dir.
    Gruß, Michael

  3. Pingback:EngineeringSpot » German RepRap: Gute Idee für mehr Effizienz

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