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Game Changer!? Autodesk Fusion 360 vorgestellt

Mit Fusion 360 hat Autodesk sein schon länger als Betaversion beziehungsweise in den Labs verfügbare Cloud-CAD-Lösung vorgestellt. Das Interessante – neben dem Cloudansatz – ist dabei, dass Fusion 360 über das typische CAD-Funktionsportfolio hinausgeht: Umfangreiche Konzept- und Industriedesignfunktionen findet sich ebenso wie integrierte Simulation.

Vom Spielzeug bis zum Maschinenbaumodell - Fusion 360 ist ein ernstzunehmendes CAD-System. (Bild: Autodesk)
Vom Spielzeug bis zum Maschinenbaumodell – Fusion 360 ist ein ernstzunehmendes CAD-System. (Bilder: Autodesk)

Fusion 360 integriert weiterhin eine Collaborationslösung und eine Versionierung. Man kann Kollegen in ein Projekt einladen und mit ihnen gemeinsam daran arbeiten und jederzeit zu früheren Versionen zurückkehren. Es ist möglich, neben STEP- und IGES-Dateien auch Modelle aus SolidWorks, Creo, NX, Solid Edge und Rhino zu importieren. Eine SolidWorks-Baugruppe wurde im Schnelltest sauber und als echte Baugruppe eingelesen.

Interessant ist der Aufbau der Software. Zu Beginn wird ein 5,2 Mbyte kleines Installationspaket heruntergeladen (läuft unter Windows und unter Mac OSX)und lokal installiert, der Start der Anwendung führt jedoch immer zunächst auf die Website, wo die Projekte abgelegt sind. Autodesk hat offensichtlich die Modellierfunktionalität in die lokale Installation verlegt, um von der Geschwindigkeit der Internetverbindung unabhängig zu bleiben, die Daten sind jedoch immer in der Cloud gespeichert.

Die Modellierfunktionen von Fusion 360 sind beeindruckend
Die Modellierfunktionen von Fusion 360 sind beeindruckend

Neben der normalen Volumen- und Flächenmodellierung hat Autodesk eine T-Spline-Modellierungsumgebung integriert, mit der sich Modelle beliebig in Form „zupfen“ lassen – genau das Richtige für den Industriedesigner. Dem Maschinenbauer werden Normteilebibliotheken und ähnliches fehlen, aber dies kann sich bei einer Cloud-App ja jederzeit ändern.

Kollege Al Dean vom englischen Develop3D-Blog spekuliert über weitere Funktionalitäten wie CAM, Visualisierung und Rendering, so könnte aus Fusion 360 – zusammen mit anderen Autodesk-Angeboten wie Simulation 360 und PLM 360 – eine komplette, Cloud-basierte Entwicklungsumgebung vor der Tür stehen.

Der echte „Game-Changer“, wie Al Dean es nennt, ist der Preis: Nach der 90-tägigen. kostenlosen Einführungsperiode kostet eine Fusion 360-Lizenz 25 Dollar pro Monat. Das ist extrem wenig im Vergleich zu den Preisen, die sonst für CAD-Systeme aufgerufen werden. Wer sich mit dem Gedanken anfreunden kann, seine Daten im Internet abzulegen, findet hier ein sehr interessantes Angebot.

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