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DYNAmore: Ansys kauft Marktführer im Bereich Automotive Simulation

Stuttgart ist ein Hotspot der Automobilentwicklung, seit Daimler und Maybach dort 1883 dort den Benzinmotor erfanden. Neben den Herstellern Mercedes-Benz und Porsche und unzähligen Zulieferern finden sich dort natürlich auch Softwarefirmen aus dem -Umfeld, darunter DYNAmore. Gestern nun gab Ansys bekannt, dass es eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme des -Geschäfts (DYNAmore) von der DYNAmore Holding GmbH getroffen hat. DYNAmore ist ein führendes Unternehmen in der Entwicklung und im Vertrieb von expliziten Simulationslösungen für die Automobilbranche. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung der üblichen Abschlussbedingungen und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 abgeschlossen sein.

Ansys kauft DYNAmore
DYNAmore arbeitet für die größten Namen in der (Alle Bilder: DYNAmore).

DYNAmore ist ein langjähriger Vertriebs- und Softwareentwicklungspartner der Livermore Software Technology Corporation (LSTC), die im Jahr 2019 übernommen hat. Auch nach dieser Übernahme setzte das Unternehmen den Vertrieb von Ansys LS-DYNA in ganz Europa als Ansys-Channel-Partner mit Schwerpunkt auf der Automobilindustrie fort.

Die Simulationsspezialisten haben ihren Hauptsitz in Stuttgart. Rund 110 Mitarbeiter an mehreren nordamerikanischen und europäischen Standorten unterstützen etwa 800 Industriekunden und über 150 Universitäten mit ihrer Software und Dienstleistungen. Die Kunden von DYNAmore sind ein „Who is Who“ der Automobilbranche, darunter neun der zehn größten Erstausrüster und sieben der größten Automobilzulieferer weltweit.

Das Unternehmen beschäftigt auch ein Team von Entwicklern, die an der Kernentwicklung von LS-DYNA sowie bei Dummy- und Human Body-Modellen mitarbeiten. Nach Abschluss der Übernahme wird Ansys seine bestehenden Vertriebs-, Ingenieur-, Forschungs- und Entwicklungsteams um die Markt- und Entwicklungskompetenz von DYNAmore ergänzen. Es wird nicht erwartet, dass sie einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von Ansys haben wird.

„DYNAmore ist ein großartiges Unternehmen, das der Branche ein unvergleichliches Fachwissen im Bereich Automobil- bietet“, so Walt Hearn, Vice President of Worldwide Sales and Customer Excellence bei Ansys. „Die Erweiterung des Ansys-Direktvertriebs um das unschätzbare Wissen von DYNAmore wird unseren Kunden in Europa und der ganzen Welt enorme Vorteile bringen.“

DYNAmore und LS-Dyna
DYNAmore entwickelt eigene Dummy- und Human-Body-Modelle, wie sie für virtuelle Crashtests genutzt werden.

„Seit der Übernahme von LSTC im Jahr 2019 arbeitet DYNAmore mit Ansys sowohl als Vertriebspartner als auch als Technologiepartner im Bereich Forschung und Entwicklung zusammen“, so Uli Franz und Thomas Münz, die Geschäftsführer von DYNAmore. „Diese bietet uns die einmalige Gelegenheit, ein Kompetenzzentrum für Simulationslösungen aufzubauen. Die Kombination unserer starken Position in der Automobilindustrie mit einer klar definierten gemeinsamen Vertriebsstrategie wird es uns ermöglichen, auf unserer gemeinsamen Erfolgsbilanz aufzubauen und unseren Kunden einen noch größeren Mehrwert zu bieten.“

„Durch den Zusammenschluss mit Ansys werden wir komplette Softwarelösungen für Crashsimulation, Insassensicherheit und Produktionsprozesse – einschließlich Metallumformung – anbieten“, sagte Uli Goehner, Mitbegründer von DYNAmore. „Diese Akquisition wird es DYNAmore ermöglichen, unsere Softwarelösungen, Codeentwicklung und Simulationserfahrung einem breiteren Kundenstamm zur Verfügung zu stellen. Als Teil von Ansys werden wir unsere Go-to-Market-Strategie über die Automobilindustrie in Europa hinaus ausweiten und breitere Marktchancen in den Bereichen Biomedizin, Produktionsprozesse und Verpackungsindustrie suchen.“

Am Ende macht es großen Sinn für Ansys, sich eine solch hochkarätige Truppe von Entwicklern und Ingenieuren zu sichern. Das Know-how von DYNAmore in Sachen virtueller Crashtests sucht seinesgleichen, wie alleine die Kundenliste zeigt. Es bleibt zu hoffen, dass uns das Unternehmen am Standort Stuttgart erhalten bleibt – wobei ich da bester Hoffnung bin, solche Unternehmen sind üblicherweise in ein Ökosystem von Unis, Professoren und anderen „Direktverbindungen“ eingebettet und lassen sich nicht direkt verpflanzen.

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