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PTC Creo 9: Neuheiten u.a. bei Simulation, Ergonomie und MBD

Die -Spezialisten von PTC haben ein nerdiges Datum ausgesucht für die Marktverfügbarkeit der neuesten Version ihrer Software: Creo 9 ist zum Star Wars-Tag verfügbar, am 4. Mai oder, wie der US-Amerikaner sagt „May, the 4th“, was sich wiederum gesprochen anhört wie „May the Force [be with you]“, dem Gruß der Jediritter. Offensichtlicher war die Macht tatsächlich mit den Entwicklern, denn die neue Creo-Version bringt tatsächlich einige interessante Neuerungen. Diese ziehen sich quer durch das Programm von allgemeinen Effizienzverbesserungen bis hin zu spezielleren Funktionserweiterungen beispielsweise in den Bereichen , CAM und .

Creo 9 bietet Neuerungen in allen Bereichen der Software (Alle Bilder: ).

Zu den Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit zählen unter anderem Aktualisierungen des Modellbaums, um die Strukturierung, die Dokumentation und das Verständnis der Konstruktionsabsicht zu erleichtern sowie eine neue Funktion zur Aufteilung und Vereinigung von Flächen. Diese Funktion ist nicht zuletzt die Basis, um MBD-Informationen wie Toleranzen, Bearbeitungen oder Farbgebungen zielgenauer definieren zu können. Aber auch in anderen Bereichen wie Simulation, Generative Design oder Industriedesign ist das Zusammenfassen von Flächen ein Effizienzfaktor.

Neu in Creo 9 ist der Design Item Tree, der sozusagen eine Stückliste der Features darstellt, die im Gegensatz zum gewohnten Modellbaum nicht historiebasiert ist und deshalb besser nach Funktionen oder anderen Gesichtspunkten sortiert werden kann. Zudem lassen sich hier Items gruppieren, beispielsweise alle Rundungen oder Muster. So lassen sich Konstruktionsabsichten oder andere technische Zusammenhänge dokumentieren.

Kurven lassen sich über einzelne Punkte definieren, was beispielsweise bei der Definition der „Schnittmuster“ bei Composite-Bauteilen eine Erleichterung ist. Ähnlich wie SolidWorks bietet Creo jetzt ein Autoscaling bei Skizzen. Das bedeutet: Beim Zeichnen einer Skizze hält das CAD-System intern Maße für Linien und andere Elemente fest. Definiert man nun ohne Autoscale nach dem Zeichnen der Geometrie das erste Maß, wird diese Länge angepasst, während alle anderen internen Maß0e weitergelten und die Skizze wird – oft bis zur Unkenntlichkeit m- verzerrt. Autoscale erhält die Form der Skizze und skaliert stillschweigend alle internen Maße so, dass die Skizze erhalten bleibt.

Sichtfelder berechnen – eine wichtige Ergonomiefunktion und neu in Creo 9.

In Creo 9 stehen zusätzliche komplexere Multiphysiksimulationen von Ansys zur Verfügung, die nun direkt ins CAD-System integriert sind. Die generative Entwurfstechnologie von PTC bietet darüber hinaus neue Funktionen, die es Ingenieuren ermöglichen, Optimierungsstudien mit eingebauten Sicherheitsfaktoren und Eigenfrequenzgrenzen zu definieren. In Creo-Version 9.2 werden zudem Kontaktbedingungen integriert. Für Schalenmodelle bietet Creo nun Mittellinienoberflächen – für eine schnellere Berechnung reduziert das System die Schalenelemente auf die Mittelebene. Weitere Neuerungen betreffen Lagerkräfte oder Massenträgkeitsentlastung für unterbestimmte Modelle.

Auch im Bereich der modellbasierten Produktentwicklung wurde das System kontinuierlich weiterentwickelt. Für Oberflächenbearbeitung gibt es eine neue Bibliothek, Schweißsymbole werden nach Eingabe der Parameter automatisch angepasst. Der GD&T Advisor unterstützt jetzt auch ISO 1101:2017 und ASME Y14.5-2018. Fehlende Maße werden nach Eingabe von Toleranzen mautomatisch berechnet.

Für Ergonomiebetrachtungen liefert PTC jetzt in der Größe und in der Reichweite anpassbare Manikins mit. Mit der neuen Funktion zur Analyse des Sichtfelds simulieren und visualisieren Ingenieure die Sichtlinie und das Sichtfeld des Benutzers beim Fahren oder bei der Verwendung von Geräten.

Geodätische 5-Seitenbearbeitung: Neu in den Creo HSM-Funktionen

Creo 9 bietet im Bereich der additiven Fertigung eine verbesserte Kontrolle über stochastische und formelbasierte Gitter sowie benutzerdefinierte Stützstrukturen für fortschrittliche Anwendungsfälle der additiven Fertigung. Die kontinuierlichen Verbesserungen in der subtraktiven Fertigung konzentrieren sich auf 5-Achsen-Schlicht-Werkzeugwege, Drehen, Formenbau und adaptive Vorschubraten beim Fräsen.

„Creo 9 ist ein wichtiges Release, bei dem das Feedback unserer Kunden eine große Rolle gespielt hat“, sagt Brian Thompson, Divisional Vice President und General Manager von Creo bei PTC. „Wir haben zum Nutzen unserer Anwender zentrale Verbesserungen implementiert, beispielsweise die Fähigkeit, Flächen zu teilen, und ein stärkeres Design Intent Management. Wir haben uns auf fortschrittliche Technologien konzentriert, die das Produktdesign verändern – einschließlich Simulation, generatives Design und additive Fertigung. Und schließlich haben wir die Ergonomiefunktionen von Creo verbessert, um unsere Anwender besser zu unterstützen.  All diese Verbesserungen sollen den Ingenieuren helfen, ihre besten Designs schneller auf den Markt zu bringen.“

 

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