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Rapid.Tech + Fabcon 3.D: Kongressprogramm „Zwischen Himmel und Erde“

Die Doppelmesse Rapid.Tech + FabCon 3.D verfolgt mit ihrer Kombination einer hochkarätig bestückten Ausstellung mit einem ebenso hochklassigen Kongress ein Erfolgsrezept. Schon zum 18. Mal trifft sich die Additiv-Gemeinde am 25. bis 27. Juni 2019 in Erfurt und man muss kein Hellseher sein, um auch für dieses Jahr wieder eine erfolgreiche Messe zu prognostizieren – vor allem, wenn man die Keynote-Sprecher betrachtet.

„Herzstück der Veranstaltung bleiben die praxisorientierte Ausstellung sowie der anwendernahe Fachkongress mit hochkarätigen Keynote-Speakern. Auch für dieses Jahr konnten wir gemeinsam mit unserem Fachbeirat renommierte Experten gewinnen, die das Thema des Additive Manufacturing in seiner gewachsenen Anwendungsbreite von der Medizin über die industrielle Fertigung bis hin zur Raumfahrt beleuchten werden“, verspricht Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt GmbH.

Dr. Majeed Rana Foto: Uniklinik Düsseldorf
Dr. Majeed Rana spricht über die Verwendung von 3D-Druckteilen bei der Gesichtsrekonstruktion (Bild: Uniklinik Düsseldorf).

Den Eröffnungsvortrag am 25. Juni bestreitet PD Dr. Dr. Majeed Rana, Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Er spricht über den Einsatz der computer-assistierten Chirurgie zur mikrovaskulären Rekonstruktion des Gesichtsschädels. Dabei spielen additive Verfahren eine wesentliche Rolle, denn mittels 3D-gedruckter Schablonen können beispielsweise Defekte mit mikrovaskulären Knochen vollständig ersetzt werden. Unfallbedingte Verletzungen oder andere Erkrankungen im Gesichtsbereich lassen sich auf diese Weise mit deutlich besserem Ergebnis für den Patienten behandeln als mit herkömmlichen Methoden. Dr. Rana verfügt als Spezialist für rekonstruktive Gesichtschirurgie über rund zehnjährige Erfahrung bei der Nutzung additiver Verfahren. Mit seinem Wissen untermauert er die Kompetenz der Düsseldorfer Klinik, die mit ihrem Know-how und Equipment für 3D-Druck und computerassistierte Chirurgie zu den international führenden Einrichtungen dieser Art gehört.

Ulli Klenk berichtet aus der industriellen Praxis mit Additive Manufacturing (Bild : Siemens).

Mit einer Keynote aus Industrie-Anwendersicht beginnt der 26. Juni. Ulli Klenk leitet bei Siemens Power Generation Services die Additive Manufacturing Technology- & Hardware-Aktivitäten. Der Fokus liegt auf der Industrialisierung von bestehenden sowie der Entwicklung neuer generativer Fertigungsverfahren. In der Turbinenproduktion werden additive Verfahren bereits für das gesamte Komponenten-Portfolio eingesetzt – vom Kompressor über die Brennkammer bis hin zur Turbine. Der AM-Experte, der in mehreren Organisationen die Etablierung von Industriestandards und Zertifizierungen für additive Verfahren mit vorantreibt, wird darstellen, wie die Vorteile des Additive Manufacturing über die gesamte Wertschöpfungskette der Turbinenfertigung genutzt werden. Das beginnt bei Entwicklung und Konstruktion der Teile, um innovative Topologien zu realisieren, die nur mittels 3D-Druck-Verfahren hergestellt werden können. Auf diesem Weg lässt sich sowohl der Wirkungsgrad der Turbinen als auch deren Fertigungseffizienz erhöhen, was gesamtgesellschaftlich betrachtet die globale CO2-Reduzierung unterstützt.

Welche Rolle die additive Fertigung für zukünftige Raumfahrtantriebe spielt, erläutert Dr. Steffen Beyer von der Ariane Group in der Keynote am 27. Juni 2019. Der promovierte Werkstoff-Spezialist ist verantwortlich für Werkstoffe, Produktionsprozesse und Industrialisierung im Bereich Raketentriebwerke bei der Airbus-Tochter. Er zeigt die An- und Herausforderungen bei der Industrialisierung von Hochleistungsbauteilen für Raumfahrtantriebe auf. Neben dem bereits qualifizierten Pulverbettverfahren (LBM) entwickelt die Ariane Group auch Drahtverfahren (WAAM) und das Kaltgasspritzen (CGS) für den industriellen Einsatz. Dr. Beyer arbeitet seit 2003 auf dem Gebiet des Additive Manufacturing und bringt seine Expertise auch als Vorsitzender der „Aerospace Factory – Additive Manufacturing“ am Ludwig Bölkow Campus München ein.

Rapid.Tech: AM in der Raumfahrt
Hochleistungsbauteile für die Raumfahrt aus dem 3D-Drucker sind das Thema von Dr. Steffen Beyer (Bild: Ariane Group).

Die Keynote-Vorträge bilden jeweils den Auftakt für das Kongressprogramm an allen drei Tagen, in dem in mehr als 100 Vorträgen die neuesten Entwicklungen, Trends und Ergebnisse zu additiven Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis vorgestellt werden. 2019 wird das Programm um drei Fachthemen ergänzt und insgesamt 14 fach- bzw. branchenbezogene Foren umfassen. Neu sind die Themen Kunststoff, Software & Prozesse sowie Normung & Arbeitsschutz. „Wir reagieren damit auf Neuheiten und Trends, um das Additive Manufacturing in all seinen Facetten abzubilden und eine optimale Plattform für den Fach- und Meinungsaustausch von Experten der Branche zu bieten. Die bewährten Themen wie beispielsweise Automobil, Medizin, Luftfahrt und Lohnfertigung sind weiterhin im Angebot“, betont Michael Kynast. Auch die Foren 3D-gedruckte Elektronik & Funktionalität, Konstruktion, Werkzeug-, Formen- & Vorrichtungsbau, Metall, Recht, Fraunhofer Allianz Generativ und das zweitägige Forum AM Science gehören erneut zum Programm.

Zum optimalen Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie zur Kontaktanbahnung bzw. –pflege tragen ebenso die neu strukturierten Präsentationsflächen sowie Netzwerkangebote im Ausstellungsbereich bei.

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