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Geomagic-Gründerin Ping Fu unter Beschuss

Der kanadische Kollege Ralph Grabowski berichtet in seinem Blog WorldCAD Access über die Angriffe auf Ping Fu, Gründerin von Geomagic und seit dem Merger mit 3D Systems Chief Strategy Officer des neuen Mutterkonzerns. Ping Fu hat unter dem Namen „Bend, not Break“ ihre Autobiographie herausgebracht, in der sie die schrecklichen Erlebnisse ihrer Kindheit im China der Kulturrevolution, ihre  erzwungene Übersiedlung in die USA und ihren dortigen Erfolg beschreibt.

Bend, not Break von Ping Fu

Das Buch hat in den USA riesigen Erfolg, wurde unter anderem von Oprah Winfrey empfohlen und steht in diversen Bestsellerlisten weit oben. Doch nach einem in der China-Ausgabe des Forbes-Magazins abgedruckten Interview begann ein regelrechter Sturm negativer Kommentare auf der Forbes-Website und anderen Portalen.Ein Bericht auf der Website Daily Beast erhielt 238 Kommentare in eineinhalb Tagen.

Der Amazon-Eintrag wurde regelrecht geflutet von Kommentaren, aktuell fast 500. Die weit überwiegende Anzahl von Kommentatoren geben nur eine Bewertung mit einem Stern, wobei zwei Dinge auffallen: Die Bewerter haben sonst noch kaumein Buch bewertet und geben sich gegenseitig sehr viele „Diese Empfehlung war wertvoll“-Klicks – teils fast 1500 Stück für eine Bewertung. Inzwischen enthalten sogar die meisten mit fünf Sternen versehenen Bewertungen die Behauptung, Fu sei eine Lügnerin. Eine positive Bewertung hat fast 350 Kommentare. Der englische Kollege Martyn Day erntete für seine positive Bewertung fast 120 Kommentare innerhalb von drei Tagen.

Zum Vergleich: Das letzte Buch des US-Starautors Tom Wolfe hat 330 Bewertungen, die sich gleichmäßig auf ein bis fünf Sterne verteilen. Und das seit Mitte Oktober, Fus Buch ist erst seit 31. Dezember auf dem Markt.

Ich war nicht in China, habe das Buch nicht gelesen und kann die Richtigkeit der Berichte nicht verifizieren, aber eine solche Flut von Hasstiraden habe ich noch nicht gesehen. Das hat kein Buch und erst recht kein Mensch verdient.

 

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